Veröffentlicht am 18.06.2026

Jenseits dieses Waldes – Der Besuch von Elizabeth Rosner am HEIG

Am Dienstag, den 16.06.2026, besuchte die amerikanische Autorin Elizabeth Rosner das Heisenberg-Gymnasium. Mit den beiden EF-Englisch-Kursen von Frau Garstecki und Herrn Schröer sprach sie über ihre Arbeit als Autorin und besonders über das Hauptthema ihrer Bücher: die Folgen des Holocaust innerhalb einer Familie.

Sie ist Tochter zweier Holocaust-Überlebenden, die nach dem 2. Weltkrieg nach Amerika auswanderten, wo Elizabeth Rosner geboren wurde und aufwuchs. Schon in jungen Jahren musste sie sich mit der Geschichte ihrer Eltern auseinandersetzen, die sich in alltäglichen Situationen, aber auch in aufwühlenden Erzählungen der Eltern zeigte. Aufgrund ihres großen Interesses an der eigenen Familiengeschichte, unternahm sie einige Reisen nach Deutschland und besichtigte unter anderem das Konzentrationslager Buchenwald, in welchem ihr Vater mehrere Jahre inhaftiert war.

Ihre heutige Beziehung zu Deutschland und zur deutschen Sprache waren von großem Interesse für die SuS, besonders weil ihre Gedichte zuletzt in Deutsch übersetzt und veröffentlicht wurden. Rosner beschrieb, dass sie selbst kein Deutsch spricht, weil ihr Vater es ihr, aufgrund seiner negativen Erfahrungen in Deutschland, verboten hat die Sprache zu lernen. Daher brauchte es eine Menge Vertrauen in den Übersetzer, der ihre eigenen Gedichte in die Sprache übersetzen sollte, die für sie eng mit den traumatischen Erfahrungen der Eltern verknüpft ist.

Wir danken Frau Rosner für ihre Zeit und für ihre Offenheit mit uns über diese persönlichen und berührenden Themen zu sprechen.