Veröffentlicht am 19.05.2026

Erfolgreiche Teilnahme am Literaturwettbewerb Dortmund

Unter dem diesjährigen Motto „(Zeit-)Reise“ nahmen unter anderem Schüler*innen unserer Schule am 29. Literaturwettbewerb Dortmund teil und präsentierten dabei kreative, spannende und fantasievolle Geschichten und Gedichte.

Erneut konnten wir Heisenberger Schüler*innen am 11. Mai 2026 auf der Preisverleihung am Immanuel-Kant-Gymnasium gratulieren.

So gewann Emilia Thamer den 3. Platz für den 9. Jahrgang.

Mariam Karout konnte den 2. Platz feiern und präsentierte ihr starkes, zeitgeistkritisches und wachrufendes Gedicht vor dem Publikum.

Darüber hinaus konnte sich die Klasse 10c über einen Klassenpreis und damit verbundene 300€ für die Klassenkasse freuen.

Die Teilnehmer*innen setzten sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema auseinander: Einige Geschichten führten in die Vergangenheit zu historischen Ereignissen, andere blickten in eine futuristische Welt voller neuer Technologien. Auch persönliche Zeitreisen in Familiengeschichten, Erinnerungen oder Träume spielten in vielen Texten eine wichtige Rolle.

Mit viel Engagement und Kreativität entstanden beeindruckende Beiträge, die zeigten, wie vielfältig Literatur sein kann. Besonders erfreulich war, dass unsere Schüler*innen ihre Ideen mutig präsentierten und dabei ihre Freude am Schreiben unter Beweis stellten.

Wir gratulieren allen Teilnehmenden herzlich zu ihren gelungenen Beiträgen und bedanken uns bei allen Mitwirkenden.

Weitere Infos unter: https://www.dovoba.de/meine-bank/news/29-dortmunder-literaturwettbewerb.html

Und hier das Gedicht:

Zurück zu uns 

von Mariam Karout  

Manchmal würde ich mir wünschen,  wir alle könnten reisen.  

Nicht nach Rom,  

nicht nach Dubai,  

sondern  

zurück.  

Zurück in eine Zeit,  

in der unsere Hosentasche nicht vibrierte.  In denen die Nachrichten echt waren  und nicht digital.  

In eine Zeit,  

in der Du mir in die Augen geschaut hast  und nicht auf mein Profilbild.  

Manchmal frage ich mich,  

wie wir dahin gekommen sind,  

dass 5% Akku uns mehr Panik machen  als 1% Nähe  

zwischen uns.  

Da gibt es Tage,  

da fühle ich mich wie ein Geist,  der nur neben seinen Mitmenschen steht,  aber trotzdem allein ist,  

weil alle vertieft sind.  

Vertieft in eine Welt,  

die nicht echt ist. 

Mariam Karout  

Da wünsche ich mir eine Zeitreise.  Keine große,  

keine unechte,  

keine über WLAN.  

Eine kleine genügt,  

Hauptsache echt.  

In eine Welt,  

in der ein „Wie geht’s?“  

noch ausgesprochen wurde  

und nicht getippt.  

Ich stelle mir vor,  

ich spule das Leben ein paar Jahre zurück.  Und plötzlich  

sitzen wir in der Natur,  

auf kaputten Bänken,  

auf Steinen,  

mit echten Gesprächen.  

Lachen.  

Lachen laut  

und führen Gespräche auf Augenhöhe.  Bis uns die Dunkelheit trennt.  

Das einzige und schönste Problem.  

Ich stelle mir vor,  

wir rennen.  

Nicht hinter den neusten Trends,  sondern hintereinander her,  

wie beim Fangen spielen,  

nur damit unsere Lunge mal wieder merkt:  Sie lebt. 

Mariam Karout  

Ich stelle mir vor,  

wir reden.  

Ohne Filter,  

ohne Emojis,  

ohne Internetverbindung.  

Nur damit ich dich wirklich sehen und hören kann,  nur damit ich das Wahre wieder atme.  

Vielleicht müssen wir auch nicht weg.  Vielleicht müssen wir nur wieder da sein.  

Und vielleicht  

beginnt auch diese Zeitreise mit:  

Bildschirm aus. Augen an.